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KI-Podcast erstellen: von Notizen zur fertigen Folge

Fynqcast-Redaktion6 Min. Lesezeit

Einen KI-Podcast erstellst du in vier Schritten: Du gibst ein Thema oder deine eigenen Notizen ein, die KI schreibt daraus ein Skript, du korrigierst dieses Skript, und erst dann wird der Ton erzeugt. Der wichtigste Teil ist nicht die Technik, sondern der dritte Schritt. Wer das Skript ungeprüft durchwinkt, bekommt eine Folge, die glatt klingt, aber nicht nach einem selbst.

Unten siehst du den Ablauf an einem konkreten Beispiel, in dem aus einer Handvoll Stichpunkten eine Folgenstruktur wird. Dazu kommt eine Checkliste für den Moment, bevor du das Audio erzeugen lässt.

Was brauchst du, um einen Podcast mit KI zu erstellen?

Weniger, als man denkt. Ein Mikrofon ist für die Grundversion nicht nötig, weil die Stimmen synthetisch erzeugt werden. Was du brauchst:

  • Ein klares Thema oder einen Text, den du schon hast: Stichpunkte aus einem Meeting, einen Blogentwurf, die Notizen zu einem Vortrag.
  • Eine Vorstellung davon, wer zuhört. Eine Folge für Kolleginnen im Vertrieb klingt anders als eine für Hobbygärtner.
  • Zeit fürs Gegenlesen. Rechne mit mehr Zeit für das Skript als für alles andere.

Eine Einschränkung vorweg, damit du nicht suchst: In der Podcast-Funktion von Fynqcast kannst du keine PDF-Datei hochladen. Den Text fügst du direkt ein. Wer ein ganzes Dokument vertonen will, ist bei der Hörbuch-Funktion im Publisher-Plan besser aufgehoben. Wie du die Datei vorbereitest, zeigt ein eigener Ratgeber Hörbuch mit KI erstellen: vom PDF zur Audiodatei hier im Blog.

Wie wird aus Notizen ein Podcast-Skript?

Nehmen wir an, du betreibst einen kleinen Newsletter über Gärtnern auf dem Balkon und willst daraus eine Folge machen. Deine Notizen sehen vielleicht so aus:

Balkon Nordseite – was wächst? Farne, Funkien, Minze geht auch. Tomaten vergessen. Erde: torffrei kaufen. Fehler letztes Jahr: zu große Kübel, Wasser stand. Frage von Leserin: Kann man im Schatten Kräuter ziehen? Tipp Nachbarin: Kaffeesatz – stimmt das?

Das sind keine Sätze, aber es ist genug Material. Eine KI macht daraus einen Ablauf, der ungefähr so aussieht:

AbschnittInhaltWas du prüfen solltest
EinstiegDas Problem: ein Balkon ohne SonneKlingt der Einstieg nach dir oder nach Werbung?
Teil 1Pflanzen für die NordseiteStimmen die Pflanzennamen? Fehlt eine, die du empfiehlst?
Teil 2Erde und Kübel, der Fehler mit der StaunässeIst deine eigene Erfahrung richtig wiedergegeben?
HörerfrageKräuter im SchattenHat die KI eine Antwort erfunden, die du nicht vertreten kannst?
Mythos-CheckKaffeesatz als DüngerSteht hier eine Behauptung, die du belegen kannst?
AbschlussAusblick auf die nächste FolgePasst der Abschied zu deinem Newsletter?

Auf die rechte Spalte kommt es an. Eine KI füllt Lücken. Wo deine Notizen nur eine Frage enthalten, liefert sie eine Antwort, und die ist nicht automatisch richtig. Bei Gartentipps ist das ärgerlich, bei Gesundheits-, Rechts- oder Finanzthemen ist es heikel.

Eine Stimme oder zwei: was passt zu deinem Thema?

Fynqcast erzeugt Folgen mit einer oder zwei Stimmen. Die Entscheidung hängt weniger vom Geschmack ab als vom Inhalt.

Eine Stimme passt, wenn du etwas erklärst, eine Geschichte erzählst oder eine kurze Nachricht an ein Team schickst. Sie wirkt direkt und persönlich.

Zwei Stimmen helfen, wenn es Fragen und Gegenfragen gibt. Im Balkon-Beispiel kann die zweite Stimme die Hörerfrage stellen oder beim Kaffeesatz skeptisch nachhaken. Das macht trockene Stoffe lebendiger. Es kann aber auch künstlich wirken, wenn eine Stimme nur „Spannend“ und „Erzähl mehr“ sagt. Lies die Dialoge laut, bevor du sie freigibst.

Dazu wählst du einen Ton. Zur Auswahl stehen unter anderem informativ, locker, ernst, erzählend, lustig, inspirierend, lehrreich, Debatte, Horror und Mystery. Für den Balkon-Newsletter wäre „locker“ naheliegend, für eine interne Schulung eher „lehrreich“.

Bei den Stimmen hast du zwei Wege: Standardstimmen aus der Bibliothek oder deine eigene geklonte Stimme. Für Podcasts gibt es die geklonte Stimme in den Plänen Podcaster und Publisher, die Details stehen auf der Preisseite. Klonen kannst du, wenn du volljährig bist und einen Ausweis aus einem EU-Mitgliedstaat hast; mit einem Schweizer oder anderen Nicht-EU-Dokument geht das im Moment nicht. Wie das Klonen abläuft und welche Sicherheitsschritte dazugehören, erklärt unser Ratgeber zum Stimmenklonen Stimme klonen mit KI: Ablauf, Sicherheit, Grenzen in diesem Blog. In der Skript-Vorschau kannst du der Stimme außerdem Absatz für Absatz eine Emotion geben.

Wie bearbeitest du das Skript, bevor der Ton entsteht?

Das Skript erscheint als Vorschau, und du kannst es ändern, bevor Audio erzeugt wird. Gute Gewohnheiten dabei:

  1. Erst den Ablauf, dann die Sätze. Stimmt die Reihenfolge? Fehlt ein Punkt aus deinen Notizen? Steht etwas drin, das du nie gesagt hast?
  2. Zahlen und Namen einzeln prüfen. Jede Jahreszahl, jeder Preis, jeder Eigenname.
  3. Sätze kürzen. Geschriebenes Deutsch verträgt Schachtelsätze, gesprochenes kaum. Ein Satz, den du beim lauten Lesen nicht in einem Atemzug schaffst, gehört geteilt.
  4. Aussprache vorwegnehmen. Abkürzungen wie „z. B.“ oder „ca.“ schreibst du besser aus. Bei Fremdwörtern und Ortsnamen lohnt ein Probehören.

Wenn dir in der Skript-Vorschau ein einzelner Abschnitt nicht gefällt, musst du nicht das ganze Skript neu schreiben lassen: Einzelne Segmente lassen sich vor dem Erzeugen des Audios neu generieren.

Was machst du mit der fertigen Folge?

Die fertige Folge kannst du

  • als Audiodatei herunterladen,
  • über einen öffentlichen Hörlink verschicken,
  • als Link über WhatsApp oder Telegram teilen.

Geteilt wird dabei ein Link, keine Sprachnachricht. Was ein RSS-Feed ist und wie Folgen in Podcast-Apps kommen, erklärt ein eigener Artikel Was ist ein Podcast? Erklärung, RSS-Feed und Formate auf diesem Blog.

Checkliste, bevor das Audio entsteht

Druck sie dir aus oder kopier sie in deine Notizen-App.

  • [ ] Ich weiß, für wen die Folge ist, und habe den Ton danach gewählt.
  • [ ] Jeder Fakt im Skript stammt aus meinen Notizen oder ist von mir geprüft.
  • [ ] Keine erfundenen Zitate, Studien oder Zahlen.
  • [ ] Namen von Personen, Firmen und Orten sind korrekt geschrieben.
  • [ ] Abkürzungen sind ausgeschrieben.
  • [ ] Der Einstieg sagt in den ersten Sätzen, worum es geht.
  • [ ] Bei zwei Stimmen: Beide haben etwas zu sagen, keine ist nur Stichwortgeber.
  • [ ] Wenn ich meine geklonte Stimme nutze, weiß ich, dass die Folge mit einem kurzen gesprochenen Hinweis auf KI beginnt.
  • [ ] Ich habe das Recht, die Inhalte zu verwenden, die ich eingefügt habe.

Wie viel kostet es, einen Podcast mit KI zu erstellen?

Das hängt vom gewählten Plan ab. Fynqcast hat die Pläne Free, Starter, Podcaster, FYNQ Studio und Publisher, für Unternehmen gibt es Enterprise auf Anfrage. Was in welchem Plan enthalten ist, steht aktuell auf der Preisseite.

Häufige Fragen

Kann ich einen bestehenden Text Wort für Wort vorlesen lassen? In der Podcast-Funktion schreibt die KI aus deinem Text ein Skript, das du anschließend bearbeitest. Du kannst es so anpassen, dass es deinem Original sehr nahe kommt. Eine Funktion, die eingefügten Text exakt Wort für Wort liest, gibt es bei den Funktionen für professionelle Inhalte, die in den Plänen FYNQ Studio und Publisher enthalten sind.

In welchen Sprachen funktioniert das? Audio entsteht in acht Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch und Arabisch.

Auch verfügbar auf: English, Español, Français, Italiano, Português

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