Podcast

Was ist ein Podcast? Erklärung, RSS-Feed und Formate

Fynqcast-Redaktion6 Min. Lesezeit

Was ist ein Podcast? Eine Reihe von Audiofolgen, die du hörst, wann und wo du willst. Wer eine Sendung abonniert, bekommt neue Folgen automatisch in seine Podcast-App, ohne danach suchen zu müssen. Technisch steckt dahinter ein RSS-Feed: eine Datei, die alle Folgen einer Sendung auflistet und die von den Apps regelmäßig abgefragt wird.

Darin liegt der Unterschied zu einer einzelnen Audiodatei auf einer Website. Eine MP3 zum Herunterladen ist noch kein Podcast. Erst eine fortlaufende Sendung, der man folgen kann, ist ein Podcast im engeren Sinn.

Podcast, Radio und Hörbuch: Was ist der Unterschied?

Alle drei sind Audio, funktionieren aber verschieden. Die Tabelle beschreibt den typischen Fall.

PodcastRadioHörbuch
Wann hörst du?Wann du willstZur Sendezeit, teils auch in MediathekenWann du willst
Wie kommt es zu dir?Abo über den RSS-Feed in einer AppUKW, DAB+ oder Internet-StreamKauf, Ausleihe oder Abo
StrukturFortlaufende Folgen oder StaffelnDurchgehendes ProgrammEin abgeschlossenes Werk in Kapiteln
Neue InhalteKommen automatisch zu allen, die folgenLaufendes ProgrammDas Buch ist fertig, keine neuen Folgen
InhaltGespräch, Erklärung, Erzählung, NachrichtenMusik, Nachrichten, ModerationDer gelesene Text eines Buches
Wer macht es?Alle mit Audiodateien und FeedMeist Sender mit Lizenz und SendetechnikRechteinhaber, Verlage, Selfpublisher

Die Grenzen verschwimmen. Radiosender stellen viele Sendungen als Podcast online, und manche Podcasts erzählen eine einzige Geschichte über mehrere Folgen hinweg, was einem Hörbuch nahekommt.

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Wie funktioniert ein Podcast technisch?

Niemand lädt dieselbe Folge in jede App einzeln hoch. Der Weg sieht so aus:

  1. Die Audiodatei liegt bei einem Podcast-Hoster, also einem Dienst, der die Dateien speichert.
  2. Der Hoster erzeugt den RSS-Feed und trägt jede neue Folge dort ein.
  3. Du meldest die Feed-Adresse einmal bei den Verzeichnissen an, den Katalogen der Podcast-Apps.
  4. Die Apps lesen den Feed immer wieder aus. Ist eine neue Folge dazugekommen, zeigen sie sie allen, die der Sendung folgen, und laden sie oft im Hintergrund herunter.

Ein Bild, das oft hilft: Der Feed ist wie ein Inhaltsverzeichnis an der Tür. Die Apps kommen regelmäßig vorbei, schauen nach, ob ein neues Kapitel dazugekommen ist, und holen es ab.

Was steht in einem RSS-Feed?

RSS steht für Really Simple Syndication. Die Spezifikation RSS 2.0, gepflegt vom RSS Advisory Board, teilt den Feed in zwei Ebenen:

  • Der Kanal (channel), also die Sendung: Titel, Beschreibung, Link, Sprache, Bild.
  • Die Einträge (item), einer pro Folge: Titel, Beschreibung, Veröffentlichungsdatum.

Zu jedem Eintrag gehört das enclosure-Element. Es verweist auf die Audiodatei und hat drei Pflichtangaben: Adresse, Größe in Byte und Dateityp (bei MP3 audio/mpeg). Dazu kommt meist eine guid, laut Spezifikation eine Zeichenfolge, die den Eintrag eindeutig kennzeichnet. Bleibt sie unverändert, erkennen die Apps eine bereits bekannte Folge auch dann, wenn du ihren Titel später änderst.

Ein auf das Nötigste reduzierter Eintrag sieht ungefähr so aus:

<item>
  <title>Folge 12: Gießen bei Hitze</title>
  <guid isPermaLink="false">garten-folge-12</guid>
  <pubDate>Sat, 31 Oct 2026 08:00:00 GMT</pubDate>
  <enclosure url="https://example.com/audio/folge12.mp3"
             length="18400000" type="audio/mpeg" />
</item>

Einzelne Verzeichnisse verlangen zusätzliche Angaben, etwa Kategorie und Cover, und prüfen den Feed meist, bevor sie ihn aufnehmen. Mit einem Hoster musst du das XML in der Regel nicht selbst schreiben.

Brauchst du überhaupt einen Feed?

Nur wenn deine Sendung in Podcast-Apps erscheinen soll. Hört dir ein Team, eine Kundschaft oder eine Schulklasse zu, reicht oft die Audiodatei selbst oder ein Link, der sich im Browser öffnet. Viele interne Podcasts und Lernangebote laufen genau so.

Wo hört man Podcasts?

  • In Podcast-Apps auf Smartphone oder Computer, mit Abo und automatischen neuen Folgen.
  • In Audio-Streaming-Apps, die einen eigenen Podcast-Bereich haben.
  • Im Browser, über einen Player auf einer Website.
  • Über direkte Links, die per Messenger oder E-Mail geteilt werden.
  • Auf smarten Lautsprechern und im Auto, sofern sie Podcast-Apps unterstützen.

Weil RSS ein offener Standard ist, kann dieselbe Sendung in vielen Apps gleichzeitig auftauchen.

Welche Podcast-Formate gibt es?

Die Einteilung ist nicht genormt, in der Praxis begegnen dir vor allem diese Formen:

  • Solo: Eine Person erklärt oder kommentiert ein Thema. Gut für Fachthemen und kurze Updates.
  • Zweiergespräch: Zwei Moderierende diskutieren, der Rhythmus entsteht aus dem Austausch.
  • Interview: Eine feste Moderation, in jeder Folge ein anderer Gast.
  • Erzählend: Eine wahre oder erfundene Geschichte in Folgen, sorgfältig geschnitten.
  • Nachrichten-Briefing: Kurze Updates in festem Rhythmus.
  • Unternehmens-Podcast: Für Kundschaft, Mitarbeitende oder Mitglieder, oft nicht öffentlich.

Kleines Podcast-Glossar

  • Folge (Episode): eine einzelne Ausgabe mit eigener Audiodatei.
  • Staffel: eine Gruppe zusammengehöriger Folgen.
  • Hoster: der Dienst, der die Audiodateien speichert und den Feed erzeugt.
  • RSS-Feed: die Datei, die Sendung und Folgen beschreibt und von den Apps gelesen wird.
  • Enclosure: der Teil eines Eintrags, der auf die Audiodatei verweist.
  • GUID: die feste Kennung einer Folge, die sich nicht ändern sollte.
  • Verzeichnis: der Katalog einer Podcast-App, in dem die Sendung nach Anmeldung des Feeds erscheint.
  • Eingebetteter Player: ein kleiner Audioplayer auf einer Webseite.

Kann man eine Folge ohne Tonstudio erstellen?

Ja, ausgehend von Text. Bei Fynqcast beschreibst du auf der Website das Thema oder fügst deine Notizen in das Textfeld ein, wählst Sprache, Länge und Ton und dann eine einzelne Stimme oder zwei Stimmen im Gespräch. Die KI entwirft ein Skript, das du durchliest und Abschnitt für Abschnitt bearbeitest; passt es nicht, lässt du mit anderen Einstellungen ein neues erstellen. Erst danach entsteht das Audio.

Ist die Folge fertig, kannst du sie als MP3, WAV oder M4A herunterladen, den Link zu einer Hörseite kopieren, die alle mit dem Link öffnen können, oder sie direkt über WhatsApp oder Telegram verschicken. Fynqcast veröffentlicht Folgen nicht in Podcast-Apps, und die Website erzeugt keinen RSS-Feed. Soll deine Sendung in die Verzeichnisse, lädst du die heruntergeladene Datei bei einem Podcast-Hoster deiner Wahl hoch, der sich um den Feed kümmert.

Welche Leistungen die einzelnen Tarife umfassen, steht auf der Preisseite.

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Häufige Fragen

Muss ein Podcast regelmäßig erscheinen?

Nein. Ein fester Rhythmus hilft dem Publikum, ist aber keine Pflicht. Auch eine abgeschlossene Miniserie mit wenigen Folgen ist ein Podcast.

Ist eine Videosendung auch ein Podcast?

Viele Podcasts gibt es zusätzlich als Video. Zur klassischen Definition gehört aber die Reihe von Folgen, die man jederzeit hören kann; das Video ist eine Ergänzung, keine Voraussetzung.

Quellen

  • RSS Advisory Board, „RSS 2.0 Specification“ (Elemente channel und item, enclosure mit url, length und type, guid), https://www.rssboard.org/rss-specification (abgerufen am 31.10.2026)

Auch verfügbar auf: English, Español, Français, Italiano, Português

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