Sprecher Englisch, Französisch & Co.: Ablauf für Agenturen
Fynqcast-Redaktion5 Min. Lesezeit
Wenn ein Kunde dasselbe Video in sechs Sprachen braucht, ist nicht die Suche nach einem Sprecher für Englisch oder Französisch das Problem. Schwierig ist, dass alle Fassungen dasselbe sagen, im selben Ton und mit unverändertem Produktnamen. Bewährt hat sich ein fester Ablauf: ein freigegebenes Masterskript, Übersetzungen nach Glossar, eine Prüfung durch Muttersprachler pro Sprache und die Freigabe des Kunden, bevor Audio entsteht. Hier findest du den Ablauf, ein durchgespieltes Beispiel und die Umsetzung mit Fynqcast.
Warum beginnt alles mit dem Masterskript?
Jede Änderung nach der Übersetzung musst du sechsmal machen. Deshalb betrifft die erste Runde mit dem Kunden nur den Ausgangstext, und sie endet mit einem schriftlichen Ja. Prüfe vor der Übersetzung drei Dinge:
- Zahlen, Abkürzungen und Zeichen so schreiben, wie sie gesprochen werden: „zwanzig Prozent“, nicht „20 %“.
- Marken- und Produktnamen in einer eigenen Liste sammeln. Sie werden weder übersetzt noch angepasst.
- Zeitpuffer einplanen. Eine Übersetzung kann länger werden als das Original. Für ein 20-Sekunden-Video schreibst du den Master also für etwa 17 Sekunden.
Wie bleiben die Sprachfassungen einheitlich?
Mit einem kurzen Glossar, das einmal festgelegt wird und für alle Fassungen gilt: die Begriffe, die der Kunde wirklich verwendet, Namen, die unverändert bleiben, Wörter, die nicht übersetzt werden, und die Sprachebene. Ob ein Markt gesiezt und ein anderer geduzt wird, gehört ebenfalls ins Glossar.
Auch die Stimme sorgt für Wiedererkennung. Wähle eine aus und hör sie dir in jeder Sprache an, bevor du sie festlegst.
Beispiel: ein 20-Sekunden-Voiceover für eine Optikerkette
Der Kunde ist erfunden: Lumen Optik, eine Kette, bei der man den Sehtest jetzt online reservieren kann.
Masterskript (Deutsch, 37 Wörter, laut Studio-Schätzung etwa 17 Sekunden):
Kneifst du vor dem Bildschirm die Augen zusammen? Bei Lumen Optik reservierst du den Sehtest online, in einer Minute. Wähl die Filiale in deiner Nähe und die Uhrzeit, die dir passt. Lumen Optik. Besser sehen, ab heute.
Kampagnenglossar:
| Eintrag | Regel |
|---|---|
| Lumen Optik | Name, wird nie verändert |
| Sehtest | ein fester Begriff pro Sprache, vom Kunden bestimmt |
| Ansprache | in allen Sprachen informell |
| „Besser sehen, ab heute“ | Claim: sinngemäß adaptieren, nicht wörtlich übersetzen; eigene Freigabe |
Statusliste:
| Fassung | Muttersprachliche Prüfung | Text freigegeben | Audio freigegeben |
|---|---|---|---|
| DE (Master) | Kundenberatung | ja | ja |
| EN | Niederlassung des Kunden | ja | offen |
| FR | freie Übersetzerin | in Prüfung | nein |
| IT, ES, PT | Niederlassung des Kunden | offen | nein |
Die Liste verhindert den Klassiker: Audio für eine Fassung, die noch niemand freigegeben hat.
Wie laufen Korrekturen und Freigabe?
- Runde 1, der Master. Der Kunde gibt den Ausgangstext frei.
- Runde 2, die Übersetzungen. Eine muttersprachliche Person prüft jede Fassung mit dem Glossar.
- Runde 3, das Audio. Du schickst Datei und Untertitel, der Kunde hört und bestätigt.
Eine Korrektur in Runde 3 heißt: diese Fassung neu generieren. Schließ die Texte deshalb in Runde 2 ab. Verwendest du Texte oder Claims von Dritten, brauchst du deren Erlaubnis.
Geht es mit der Stimme eines Sprechers oder des Kunden?
Nicht per Klonen. Bei Fynqcast kann eine geklonte Stimme nur der Person gehören, der das Konto gehört. Sie muss volljährig sein, ein Ausweisdokument eines EU-Mitgliedstaats haben, eine Identitätsprüfung bestehen und ihre Einwilligung geben. Die Stimme einer anderen Person aufzunehmen ist nicht erlaubt, auch nicht mit deren schriftlicher Zustimmung. Soll der Inhaber des Kundenunternehmens selbst sprechen, kann er seine eigene Stimme in seinem eigenen Konto klonen und bei der Einwilligung die Sprachen wählen, in denen sie sprechen darf. Alles mit geklonter Stimme beginnt mit einem kurzen gesprochenen Hinweis: „Mit KI geklonte Stimme.“ In allen anderen Fällen nimmst du die Standardstimmen.
So setzt du es mit Fynqcast um
- Öffne im Dashboard den Tab Studio (enthalten in den Tarifen FYNQ Studio und Publisher) und wähle die Kategorie Voiceover.
- Wähle bei So starten Sie die Option Übersetzen und vorlesen, füge den Master ein und lege Originalsprache und Vorlesesprache fest.
- Öffne die Übersetzungseinstellungen und trag das Glossar ein: Verbindliches Glossar, Unverändert zu lassende Eigennamen, Nicht zu übersetzende Wörter, Sprachebene und Hinweise für die Übersetzung.
- Klick auf Übersetzen. Die Übersetzung kommt zur Prüfung zu dir zurück: Lass sie muttersprachlich prüfen, korrigiere sie und gib sie frei.
- Wähl die Stimme, hör die Hörprobe an und generiere. Du lädst eine MP3 und Untertitel im SRT-Format herunter.
- Wiederhole ab Schritt 2 für jede Sprache. Audio gibt es in acht Sprachen: Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch und Arabisch.
Wenn das Video veröffentlicht wird, gib an, dass die Stimme mit KI erzeugt wurde: Das ist ehrlich gegenüber dem Publikum und entspricht den KI-Regeln der EU. Welche Tarife Studio und das Stimmklonen enthalten, steht auf der Preisseite.
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